Duell
Seit 2004 war ich verstärkt dazu übergegangen, Menschen in der Wechselbeziehung zueinander und zu ihrer Umwelt darzustellen. Ich war zu dem Eindruck gelangt, dass die Mehrheit der Menschen heute nicht im Innersten glücklich ist, sondern bestenfalls nach Glück und Liebe strebt, sich aber meist nur mit oberflächlichem Ersatz, insbesondere durch Konsum, zufrieden gibt. Ausgehend von der grundsätzlichen Überlegung, welche Sprichworte und Redensarten mit Glück verbunden sind, führte die Suche schnell zur rosa Brille als Symbol der glücklichen Sicht auf die Welt. Ich befreite die rosa Brille von ihrer metaphorischen Bedeutung und verwendete sie so als reellen, “konsumierbaren” Gegenstand. In der Folge entstanden weitere Werke, die sich der auf „Liebesersatz“ (Geld, Konsum, Drogen, Sex) gründende Entzweiung und dem Ringen der Menschen widmen, und in denen der entmenschlichte Konsum oder Wettbewerb an die Stelle wahrer zwischenmenschlicher Auseinandersetzung tritt. Scheinbar mit irgendjemandem oder irgendetwas, vor allem aber mit sich selbst ringt der Mensch.





